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Deutscher Steuergeld-Weltraumfrachter gestartet

Satire! – Aber wie lange noch bis zur bitteren Realität ?!

Der Weltraumfrachter startet mit Deutschem Steuergeld in die Weiten des Weltalls um nach Bedürftigen zu suchen……..

Der Himmel über dem Raumhafen war grau.

Vor der Startrampe stand das größte Raumschiff, das jemals gebaut worden war.

WELTSOZIALAMT stand in gewaltigen Buchstaben auf der Außenhülle.

Kilometerlang zogen sich die Reihen der Frachtcontainer über das Gelände. Einer nach dem anderen wurde in den Bauch des gigantischen Transporters verladen.

Doch in diesen Containern befanden sich keine Erze, keine Maschinen und keine Rohstoffe.

Darin steckte die Arbeitsleistung unzähliger Menschen.

Die Schichten der Fabrikarbeiter.

Die Überstunden der Handwerker.

Die Nachtschichten der Pflegekräfte.

Die Wochenendarbeit der Verkäufer.

Die Selbstständigen, die um ihre Existenz kämpften.

Die Angestellten, die jeden Monat auf ihre Gehaltsabrechnung blickten und sich fragten, warum trotz harter Arbeit immer weniger übrig blieb.

Sogar viele Rentner arbeiteten noch.

Manche standen hinter Supermarktkassen.

Andere lieferten Pakete aus.

Wieder andere suchten sich kleine Nebenjobs, weil die Rente allein nicht reichte.

Jeder Euro in den Containern war zuvor hart erarbeitet worden.

Jeder Betrag stand für Lebenszeit.

Für frühes Aufstehen.

Für Rückenschmerzen.

Für Stress.

Für Sorgen.

Für Jahre eines Arbeitslebens.

Die Menschen hatten man ihnen erzählt, das Geld werde gebraucht.

Doch während Schulen auf Reparaturen warteten, Straßen Schlaglöcher hatten, Brücken gesperrt wurden und manche Bürger jeden Einkauf dreimal durchrechneten, standen nun die Container vor ihnen.

Reihe um Reihe.

Bis zum Horizont.

Die Menge hinter den Absperrungen war ungewöhnlich still.

Einige hielten Schilder hoch.

Andere blickten schweigend zum Raumschiff.

Manche schüttelten nur den Kopf.

Wieder andere hatten Tränen in den Augen.

Ein älterer Mann stützte sich auf seinen Gehstock.

Neben ihm stand eine Frau, die ihr Leben lang gearbeitet hatte.

Sie beobachteten gemeinsam, wie die letzten Container verladen wurden.

Der Mann fragte leise:

„Dafür haben wir unser ganzes Leben gearbeitet?“

Niemand antwortete.

Die Lautsprecher zählten den Countdown herunter.

Zehn.

Die Triebwerke erwachten.

Neun.

Der Boden begann zu vibrieren.

Acht.

Die Fenster der umliegenden Gebäude zitterten.

Sieben.

Weiße Dampfwolken schossen aus den Ventilen.

Sechs.

Die Menschen hielten sich die Ohren zu.

Fünf.

Einige begannen zu pfeifen.

Vier.

Andere riefen Protestparolen.

Drei.

Tränen liefen über manche Gesichter.

Zwei.

Die Flammen der Haupttriebwerke erhellten den gesamten Horizont.

Eins.

Ein donnerndes Beben ging durch die Landschaft.

Das Weltsozialamt hob langsam ab.

Tausende Tonnen Stahl stiegen in den Himmel.

Container voller Vermögen, finanziert durch die Arbeit ganzer Generationen, verschwanden Meter für Meter in den Wolken.

Die Menschen blickten hinterher.

Manche voller Wut.

Manche voller Enttäuschung.

Manche voller Resignation.

Und als das Raumschiff schließlich nur noch ein heller Punkt zwischen den Sternen war, blieb auf der Startrampe nur die Frage zurück:

Wenn so viel Reichtum unser Land verlässt, wer kümmert sich dann um die Menschen, die ihn erwirtschaftet haben?