Wir brauchen keine „Hocheffizienz-Naturumgestaltungs- und Bürgerbelastungsanlagen“Überschrift In den Grafschafter Nachrichten vom 01.10.2026: Samtgemeinde Neuenhaus Trotz Protest: Grünes Licht für Windräder im Frensdorfer Wald.
Trotz zahlreicher Einwände von Bürgern und Naturschützern wurde der Weg für weitere Windenergieanlagen im Frensdorfer Wald freigemacht. Viele Anwohner fühlen sich mit ihren Sorgen nicht ernst genommen und befürchten langfristige Folgen für Natur, Landschaft und Lebensqualität.
Kritiker verweisen auf offene Fragen bezüglich möglicher gesundheitlicher Auswirkungen durch Lärm und Infraschall, auf Risiken für Vögel, Fledermäuse und andere Wildtiere sowie auf die fortschreitende Veränderung eines bislang naturnahen Waldgebietes. Auch Gefahren durch Eiswurf, Rotorblattabrieb und Eingriffe in sensible Ökosysteme werden regelmäßig angeführt.
Die Verantwortlichen betonen zwar, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten und Gutachten berücksichtigt worden seien. Dennoch bleibt die Frage bestehen, wer die Verantwortung trägt, falls sich zukünftige Erkenntnisse ergeben sollten, die auf bislang unterschätzte Auswirkungen für Mensch oder Umwelt hindeuten.
Aus Sicht vieler Gegner wäre es nur konsequent, dass bei nachweislich verursachten Schäden die Kosten nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden dürfen. Stattdessen müssten Betreiber und gegebenenfalls die für Planung und Genehmigung verantwortlichen Stellen für sämtliche Folgekosten aufkommen. Dazu würden nach dieser Auffassung nicht nur Entschädigungen für Betroffene gehören, sondern gegebenenfalls auch der vollständige Rückbau der Anlagen, die fachgerechte Entsorgung aller Bauteile sowie die umfassende Renaturierung der beeinträchtigten Flächen.
Die eigentliche Debatte dreht sich daher nicht nur um die Energiewende, sondern auch um die Frage, wie viel Eingriff in Natur und Lebensraum vertretbar ist und wer langfristig die Verantwortung für mögliche Folgen übernimmt. Genug Studien, die für die Zukunft eigentlich schon für ein Verbot von WKA, zumindest in von Tier & Mensch bewohnten Gebieten reichen……
Sie ist Hautärztin und veröffentlicht Arbeiten zu möglichen biologischen Wirkungen von chronischem Infraschall. In einigen ihrer Veröffentlichungen vertritt sie die These, dass Infraschall Gefäße, Mikrozirkulation und Zellfunktionen beeinflussen könnte. Diese Arbeiten werden von Windkraftkritikern oft zitiert.
https://iniprowald.de/wp-content/uploads/2026/05/26-06-08-Anlage-Infraschall.pdf
Martina Lenzen-Schulte und Maren Schenk
Das sind die Autorinnen eines viel diskutierten Beitrags im Deutschen Ärzteblatt mit dem Titel „Windenergieanlagen und Infraschall: Der Schall, den man nicht hört“. Der Artikel beschreibt wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Wirkungen von Infraschall, weist aber auch darauf hin, dass die Studienlage widersprüchlich ist.