https://youtu.be/LLtoZ0lCn7Y?si=f2QigPB4W15PMAWQ
Soso, der Graf hört auch solche Lieder, aber wir ahnen es schon……………
Meine erlauchte Gesellschaft,
es gereicht mir zur Freude, Euch auf ein musikalisches Ereignis aufmerksam zu machen, das aus der Feder jenes geheimnisvollen Troubadours stammt, der sich — in wohldosierter Selbststilisierung — Estéban Cortez zu nennen beliebt. Ein Künstlername, gewiss, doch einer, der mit der Grandezza eines Mannes gewählt wurde, der weiß, dass wahre Kunst stets ein wenig Nebel um ihre Herkunft duldet.
Sein Werk, „Vor Mukran liegt ein Kahn“, erhebt sich wie ein melancholischer Seufzer über die See, und ich, Graf Klartext, darf es Euch mit der gebotenen Noblesse ankündigen.
⚔️ Die Breitseite des Grafen gegen das Krisenmanagement
Während der Kahn dort vor Mukran ruht, gleichsam wartend auf klare Befehle, scheint das Reich selbst in einer Phase eigentümlicher Unschlüssigkeit zu verharren.
Man spricht von Mangellagen, von Engpässen, von „Herausforderungen“ — ein Wort, das in Regierungskreisen offenbar die Funktion eines höfischen Fächers übernommen hat: Man wedelt damit, um die eigentliche Hitze der Lage zu verbergen.
Doch ich, Graf Klartext, bin nicht gewillt, mich solcher höfischen Manierismen zu bedienen.
Ich sage:
Wer ein Land durch frostige Zeiten führen will, sollte nicht erst dann nach dem Brennstoff suchen, wenn die Kamine bereits kalt geworden sind.
Die Verantwortlichen — wer immer sie im jeweiligen Zeitalter auch seien — scheinen bisweilen mehr Energie in die Formulierung ihrer Erklärungen zu investieren als in die Vorsorge selbst.
Das Volk jedoch wärmt sich nicht an Pressemitteilungen, sondern an tatsächlicher Versorgung.
🎼 Cortez’ Lied als Spiegel
Und so wird der Kahn vor Mukran zum Sinnbild:
Ein Schiff, das wartet.
Ein Land, das zögert.
Eine Lage, die nach Entschlossenheit verlangt.
Cortez, unter seinem gewählten Namen, hält uns diesen Spiegel vor — und ich, Graf Klartext, sorge dafür, dass niemand wegschaut.