Dokument der Schande -UPDATE-

Update 26.02.2021

Es ist eine Sauerei. Für die Pflege meiner Mutter habe ich bis heute noch keinen Cent Ausgleichszahlung bekommen. Haus,Auto,Geld, alles 50% geteilt, das Erbrecht gehört auf die Anklagebank!

Variante 1.) Vorlage von Pflegebescheinigungen mit Pflegezeiten beim Amtsgericht. Berechnung und sofortige Anrechnung auf den Erbteil !

Variante 2.) Wer seine Mutter/Vater in Vollzeit gepflegt hat (so wie ich 160 Stunden/Woche) , dem wird der Großteil des Erbes zugeteilt oder sogar ALLES !

Update 09.02.2021

Heute bekomme ich Nachricht vom Rechtsanwalt, das die von meiner Mutter übernommene Rechtsschutzversicherung für den Erbfall nicht in Anspruch genommen werden kann. Dafür hat die Miterbin aber schon länger eine Rechtsschutzversicherung. Ich konnte mir lange Zeit jeglichen Versicherungsfirlefanz nicht leisten. Eine dreckige Schweinerei !

Update 08.02.2016

EIGENE ADRESSE

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe über Google nach Selbsthilfegruppen/Vereinen für „Pflegende Angehörige“ gesucht und dabei bin ich für die Grafschaft bisher nur auf die Adresse in Emlichheim aufmerksam geworden, die hier aufgelistet war:

https://selbsthilfe.grafschaft-bentheim.de/firmen/index.php?topmenu=746&menuid=754&page=5

Ich möchte Ihnen mitteilen, was ich nach dem Tod meiner Mutter so erlebe.

Das ganze habe ich einmal „Dokument der Schande“ genannt. Alle Vereine/Selbsthilfegruppen und sonstige Interessengruppen in Deutschland für „pflegende Angehörige“ sollten sich zusammentun und für eine Änderung des Erbrechts zugunsten der pflegenden Angehörigen „kämpfen“. Meinen Text , nachfolgend,  können Sie gerne kopieren und verteilen. Würde ich endlich mal meine Ausgleichszahlung bekommen, dann werde ich auch einen Betrag an Ihren Verein spenden ! Nach der Kurzzeitpflege im September 2019 habe ich meine Mutter aus dem Pflegeheim nach Hause geholt, weil Sie dort nicht bleiben wollte und alles getan, was ich konnte, morgens ist der Pflegedienst gekommen und hat „geholfen“ (meistens Kaffee getrunken, aber egal…). Durch einen Unfall war Sie seit der Verhinderungspflege auf einen Rollstuhl angewiesen, mit dem wir gemeinsam viel , oft lange Strecken, unterwegs waren. Duschen, Waschen, Gartenarbeit, Hausputz etc. sie können sich denken was ich gleistet habe.

Das ist meine Erfahrung, und vielleicht sollten andere Pflegepersonen damit konfrontiert werden, denn man sollte sich rechtzeitig überlegen was man gegen diese Ungerechtigkeit unternehmen kann !

Es ist zum Kotzen ! Auf Rückruf der Kranken/-Pflegeversicherung wartend , heute dann die kalte Mitteilung, dass die Pflegezeit für das Jahr 2016 nicht bezahlt wird. Angeblich, weil diese unter 14 Stunden pro Woche lag. Aber wenn ein „Pflegedienst“ morgens gekommen ist für ca. eine halbe Stunde – lassen wir mal unberücksichtigt, was in der Zeit „geleistet“ wurde – , musste ich jeden Monat die Rechnung ( bis zu 500 Euro) bezahlen. Eine Sauerei , wie mit pflegenden Angehörigen umgesprungen wird !

Situation also : Kein Pflegegeld bekommen, keine Ausgleichszahlung. Und das seit nun fast einem halben Jahr nachdem meine Mutter gestorben ist. Mir reicht es, ich werde das ganze in einem Leserbrief einmal behandeln. Das Erbrecht muss FÜR die pflegenden Angehörigen geändert werden !

Dokument der Schande

Meine Mutter ist am 15. August 2020 gestorben. Ich hatte in früheren Beiträgen schon einiges mitgeteilt, wie es scheint werden in Deutschland gerne pflegende Angehörige über`s Ohr gehauen und beschissen.

Eine Verkäuferin (Bäckerei) konnte mir mal wieder eine Erbgeschichte erzählen, die vorige Hypothese bestätigt: „Ich habe denen das Testament vorgelegt, das hat die gar nicht interessiert…“ , das Haus wurde schließlich verkauft , wir leidgeprüften pflegenden Angehörigen wissen , wer den großen „Gewinn“ bei all dem macht.

Bis heute habe ich keinen Cent „Pflegegeld“ und schlimmer noch , keine Ausgleichszahlung bekommen, das folgende Dokument ist somit eine Schande für unseren Rechtsstaat und alle, die pflegende Angehörige so behandeln:

  • Eigene Berechnung der Gesamt-Pflegezeit unter Angabe bei der Pflegeversicherung

Stundenanzahl Pflegezeit

1.1.2016 bis 31.12.2016

7 Tage a‘ 46 Minuten = 322 min / Woche = 5,4 Std * 4 =

22 Stunden pro Monat

1.1.2017 bis 31.12.2018

98 Stunden pro Woche = 392 Stunden pro Monat -2017-

392 Stunden pro Monat -2018-

1.1.2019 bis 31.12.2019

160 Stunden pro Woche = 640 Stunden pro Monat -2019-

1.1.2020 bis 15.8.2020

160 Stunden pro Woche = 640 Stunden pro Monat -2020-

Gesamtstunden

22 Std/Monat = 246 Std – Jahr 2016 –

392 Std/Monat = 4704 Std – Jahr 2017 –

392 Std/Monat = 4704 Std – Jahr 2018 –

640 Std/Monat = 7680 Std – Jahr 2019 –

640 Std/Monat = 4480 Std ( 7 Monate) – Jahr 2020 –

Gesamtstunden: 21814 Stunden

Wobei die Zeitangaben für die Jahre 2016/2017 als zu gering anzusehen sind. Unberücksichtigt ist hier, dass ich seit dem Tod meines Vaters (5.12.2006) meiner Mutter geholfen habe.

In der Tageszeitung Grafschafter Nachrichten vom 12. Januar konnte man nachlesen, wie ein Pflegeheimplatz das Vermögen auffressen kann. Ich habe meiner Mutter den Wunsch zur häuslichen Pflege ermöglicht, dafür wurden Umbaumaßnahmen ( Bad , Wohnzimmer, Pflegebett ) ausgeführt.

Das Amtsgericht hatte mich per Rückantwort auf die Einsendung von Angaben über die Pflegezeiten darüber informiert, das nach der Zustellung des Erbscheines im Rahmen der „Auseinandersetzung“ die Ausgleichszahlung berücksichtigt wird.

Für viele pflegenden Angehörigen ist diese Regelung sicher eine Zumutung. Ich bin der Meinung, das nachgewiesene Pflegetätigkeiten sofort berücksichtigt werden müssten und in die Entscheidung des Amtsgerichtes bei Zuteilung des Erbscheines wirksam werden sollten.

Hier stellt sich mir die Frage , was haben Miterben für ihre Eltern getan, dass sie dermaßen „bevorteilt“ werden.

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